Tag schlampe

Aus dem Leben eines Ehepaares

Die Ehe


“Hast du auch das frische Hemd angezogen, das ich dir rausgelegt habe? Warum lässt du eigentlich immer die Handtücher auf dem Boden liegen? Iss nicht so viel, sonst wird dir wieder schlecht. Zieh die Schuhe aus, ich habe gerade geputzt. Bring den Abfall raus – der steht schon seit gestern da. Warum ist der Rasen noch nicht gemäht? Hast du an die Kopien für mich gedacht? Du hast ja den Brief gar nicht eingeworfen – nie kann man sich auf dich verlassen! Du bist ein Feigling – sag deinem Chef doch einfach mal die Meinung! Wenn ich arbeiten gehen würde, ich hätte alles viel besser im Griff. Leg deine schmutzigen Unterhosen nicht immer auf den Badezimmerstuhl!”

Endlose Litaneien. Nicht etwa im Rahmen einer 24/7-Beziehung, sondern einer ganz normalen Ehe.

Natürlich geht es auch anders herum – die Frau, die nie einen Pfennig Geld zu sehen bekommt außer dem abgezählten Haushaltsgeld, die nach ihrer eigenen Arbeit noch den Haushalt erledigen muss und den Mann bedienen.

Der alltägliche Sadomasochismus in den Beziehungen.
Keiner würde es so nennen – und doch ist es nichts anderes.
Eine Xanthippe, die Freude daran hat, ihren Partner bei jeder Gelegenheit auch in der Öffentlichkeit zu demütigen, ein Feldwebel, der abends seine Frau herumscheucht, endlose Befehle und Anweisungen.
Und die Strafen. “Ich bin völlig kaputt von der Arbeit,” sagt der Mann, wenn er nicht will, und “ich habe Kopfschmerzen” die Frau. Liebesentzug, zwangsweise Enthaltsamkeit.
Nur die entsprechende Zwangsentsamung fehlt … Das ist dann wieder unanständig.
Und die Peitsche einzusetzen statt der peitschenden Worte, das ist pervers.
Oder die Demütigung mit Einverständnis des Partners als Liebesbeweis.

Ja, sie haben recht, diese Familientyrannen, ob männlich oder weiblich – es ist pervers, etwas mit Zustimmung des Partners zum wechselseitigen Lustgewinn zu tun. Der echte Schmerz kommt doch erst, wenn der Anschnauzer gerade kein Liebesbeweis ist, sondern ein Zeichen der Verachtung.

Sex als Pflichterfüllung, weil es sich nun einmal so gehört, während die Frau in Gedanken den Einkaufszettel für den nächsten Morgen durchgeht und er von Claudia Schiffer träumt – das ist normal.
Sadismus pur ist es trotzdem.
Von beiden, auch von der willig leidenden Masochistin; wenn der Mann mit Wichsen per Möse beschäftigt ist, kann er wenigstens nichts in Unordnung bringen in der gerade frühjahrsgeputzten Wohnung. So denkt sie es sich, und ist damit nicht besser als er.

Wenn beim großen Familientreffen er wieder einmal lauthals ihre schlampige Aussprache korrigiert oder sie ihm die Serviette als Lätzchen um den Hals bindet – dann schaut alles betreten. Versucht zu überspielen. Oder reagiert vielleicht auch gar nicht, weil es so normal ist.

Man stelle sich aber nun einmal vor, ein SM-Paar nehme an eben dieser Familienfeier teil. Großer Auftritt – sie, in ihrem Lederoverall, führt ihn an der Leine. Der Reihe nach werden alle begrüßt; er dabei immer einen Schritt hinter ihr. Danach schreitet sie zu ihrem Platz, knipst die Leine von seinem Halsband ab und klatscht ihm dabei liebevoll auf den Hintern. Sein bereitgestelltes Töpfchen für Kuchen und Wasser landet zu ihren Füssen auf dem Boden, und er lässt sich mit einem versonnen Lächeln daneben nieder.
Während der ebenso langen wie langweiligen Rede des Brautvaters kann er der Versuchung nicht länger widerstehen und berührt vorsichtig die Spitzen ihrer Stiefel. Wohl wissend, was ihm dafür blüht; denn es ist nicht das erste Mal, dass er sich in dieser Form daneben benimmt. Und tatsächlich, prompt zieht sie aus der Tasche die kleine Mitnehmpeitsche, beugt sich herab und versetzt ihm einen Hieb auf die vorwitzigen Finger. Statt sich dafür zu bedanken, jammert er ein wenig, und dafür gibt es gleich noch etwas.
Endlich ist er still, und besieht sich nun sehnsüchtig, was momentan für ihn unerreichbar ist. Aber vielleicht in der Nacht, wenn sie gut gelaunt ist …
Hilflos muss er mit anhören – sehen kann er es nicht, das Tischtuch ist im Weg -, wie sie mit anderen Männern flirtet. Es ist kaum auszuhalten! Seine Hände ballen sich zur Faust.
Auf einmal setzt sich ein hoher, spitzer Absatz sehr nachdrücklich auf seine Schulterblätter. Und er ist beruhigt. Mögen sie doch alle ihr Lächeln genießen. Er weiß – sie gehört allein ihm. Sie, seine Herrin.
Als sie ihn, viele Stunden später, an der Leine wieder hinausführt, muss er sich mühsam das Grinsen verbeißen.

Na, was für ein Glück, dass solche Szenen gar nicht passieren können. Denn dabei hätte niemand weggesehen. Da hätte es mehr als genügend Mutige gegeben, die sofort eingegriffen hätten.
Wahrscheinlich wären die beiden nicht einmal in den Raum hineingekommen.
Obwohl sie im Overall zehnmal besser aussieht als diese vergrätzte Fregatte in ihrem himmelbleu mit Rüschen und Schleifchen, die gerade ihrem Angetrauten für alle hörbar ins Ohr zischt, das sei jetzt aber genug Schnaps gewesen, und er solle nicht immer diesen jungen Dingern in den Ausschnitt starren …



BDSM

Emotionale Sicherheit


Ja, das wünscht man sich manchmal – dass die emotionale Sicherheit wie ein deus ex machina von oben kommt …

Aber nein, stattdessen muss man sie selbst herstellen.
Schließlich ist man ja derjenige, der oben steht und damit verantwortlich dafür ist, dass der Partner, der unten liegt oder sitzt oder hängt oder was auch immer, meistens auch noch gefesselt, sich so richtig rundum wohlig und warm und glücklich fühlt.

Zumindest diese Funktion eines Deus dürfen wir Tops gerne übernehmen.
Mit der grenzenlosen Allmacht ist es dann schon weniger weit her; schließlich agieren wir ja rein konsensual.

Also, was denn nun – wenn ich die absolute Verantwortung für etwas trage, wo bleibt dann die korrespondierende absolute Macht?
Oder, anders herum, wenn wir die Regeln des Spiels einvernehmlich festlegen, weshalb, zum Teufel, sollte dann ich allein das emotionale Netz spinnen? Ich bin doch keine Schwarze Witwe. Oder wenn ich es wäre, wäre es dem anderen sicherlich auch wieder nicht recht.

Gefühlsmäßige Sicherheit, dazu gehört Vertrauen. Soll ich ohne Vertrauen eine Session überstehen?
Eigentlich habe ich mindestens ebenso viel zu fürchten wie mein Partner, der sich von mir auspeitschen lässt.
Statt des ausgeflippten Top, der sich in Irrsinn hineinprügelt oder des gefühllosen Supertops, der sich einen feuchten Kehricht um die Stimmung des anderen schert, kann mir der unentschlossene Sub begegnen, der sich über Nacht entsetzt seine roten Striemchen besieht und beschließt, dass er das so nun doch nicht gewollt hat. (Obwohl er derjenige war, der auf der Reitgerte bestanden hat statt der Streichelpeitsche.) Und am nächsten Tag flugs zum Staatsanwalt läuft.
Oder der wisecrack und smart-aleck, der mir nachher haarklein erklärt, was ich alles falsch gemacht habe, und wie ich es besser machen kann. Und damit mein nach einer intensiven Session ohnehin schwankendes Selbstbewusstsein völlig zerschießt.
Oder der Sub, der von unten toppt, und mich so mit guten Ratschlägen und Anregungen eindeckt, dass ich ihn entweder am Andreaskreuz verhungern lasse oder alles als seine Marionette und sein Dienstleister zu Ende bringe.

Denkt vielleicht einmal jemand an meine Unsicherheit? Wie soll ich jemandem Sicherheit geben, ohne selbst welche zu bekommen? Ich kann so unendlich viel falsch machen während einer Session. Ich nähere mich meinen eigenen Grenzen ebenso wie denen des Partners.
Und ich habe nach Jahren noch immer mit dem Satz zu kämpfen: Du kannst doch nicht jemanden schlagen, zu dem du Zuneigung empfindest!

Vertrauen kann nur im Wechselspiel funktionieren; ebenso wie SM überhaupt ein Wechselspiel der Lust ist.
Emotionale Sicherheit kommt nicht von oben. Sie kommt aus der Beziehung der beiden, die miteinander in die Welt der Sinnlichen Magie eintauchen.



dominas

Die Domina und ihr Status


Es gibt ein paar Aussagen, die kann ich inzwischen nicht mehr hören, ohne in der Gefahr eines Schreikrampfs zu stehen.
Was unter anderem daran liegt, dass ich sie nicht nur einmal, sondern gleich dutzendfach zu oft gehört habe.

“Ich bin im Beruf dominant, muss mich durchsetzen, andere führen. Da möchte ich mich abends bei einer dominanten Frau mal so richtig fallen lassen können.”

Brüll!!!!

Ja, ich weiß, meine Herren – Sie sind alle äußerst erfolgreich im Beruf.
Es gibt eigentlich fast nur noch Führungskräfte mehr und keine Befehlsempfänger.
Außerdem sind SM’ler ausschließlich in der Oberschicht und oberen Mittelschicht zu finden.

Nachdem wir das jetzt alle so oft eingetrichtert bekommen haben, ist es aber doch eigentlich genug, oder?
Hallo, hallo – Ihr da draußen: Es ist angekommen. Wir wissen es.
Jede dominante Frau schaut schon automatisch ehrfurchtsvoll in den Himmel, wo die devoten Männer auf ihren Karriereleitern schon in den Wolken verschwinden.
Wir müssen das nicht mehr erörtern.

Außerdem – ich finde es einfach unfair, den Frauen, die so etwas ja nie erreichen könnten, selbst wenn sie es denn wollten, ihre Schwäche so betont und wiederholt aufs Butterbrot zu schmieren. Können wir das in Zukunft vielleicht einfach mal unerwähnt lassen?
Ich meine, ich verstehe durchaus, dass Persönlichkeiten wie die vieler Männer, an denen nicht mehr dran ist außer dem Beruf, irgendetwas zum Angeben brauchen. Und da es nun völlig lächerlich wäre, Bilder mitzutragen im Stil von “mein Haus, mein Auto, mein Boot” (den Hengst machen sie dann selbst), darüber hinaus Erfolg im Beruf auch das einzige ist, was man schlicht einmal behaupten kann, muss eben das als Statussymbol herhalten, das man als monströsen Schwanz vor sich herträgt.
Details können schließlich aus Diskretionsgründen nicht genannt werden.

Als Vorbereitung für andere Dinge ist diese Unterstreichung der eigenen beruflichen Wichtigkeit inzwischen ebenfalls längst nicht mehr notwendig.
Wir dominanten Frauen wissen alle: Männer können nicht jeden Tag anrufen oder schreiben, weil sie, ganz im Gegensatz zu uns, unter Stress stehen. Sie sind manchmal schlagartig für ein paar Tage verschwunden, weil sie auf Geschäftsreise nach New York oder den Cayman Islands sind.
Und selbst wenn sie sich melden und Zeit für ein Treffen haben, müssen sie natürlich durch ein wenig stundenlanges Lamentieren erst einmal den enormen Druck abbauen, den ihr Job verursacht.
(Dumme kleine Nebenfrage: Wenn es so schlimm ist, warum dann soviel Ehrgeiz? Ja, ich weiß – geht nicht anders. Genetisch angelegt. Oder werden sie einfach gerne bedauert, und es ist in Wirklichkeit nie so schlimm, wie sie behaupten.)

Aber genug vom ersten Teil der oben erwähnten Aussage; kommen wir zum zweiten.

Abends mal so richtig abhängen.
Oder etwas aufrichten?
Jedenfalls – sich fallen lassen.
Man gönnt sich ja sonst nichts.

Und wenn man dann den bedeutungsvollen Teil des Tags hinter sich hat, darf man gerne auch einmal einer Frau erlauben, die Führung zu übernehmen. Natürlich im genau abgesteckten Wunschrahmen; versteht sich. Ach, wie angenehm – keine Verantwortung übernehmen, keine Initiative zeigen zu müssen …
Sich einfach mal so bedienen zu lassen, wie die eigenen Untergebenen sich tagaus, tagein bedienen lassen.

Halt, nein – da stimmt etwas nicht. Mit dem Job hat das Ganze nichts zu tun. Die beiden Dinge sind streng zu trennen. Nichts, was sich in der einen Schublade befindet, hat in der anderen etwas zu suchen. Autorität anerkennen, Befehle befolgen – das ist in der großen Jobschublade. Nicht in dem Miniteil, das in der Breite kaum den Aufkleber “devot” aufnehmen kann; so klein ist es. Ist ohnehin alles nur Schnickschnack; Anweisungen, gehorchen, sich unterwerfen.
Worum geht es bei einer dominant-devoten Beziehung? Richtig – darum, dass der devote Part sich in aller Bequemlichkeit zurücklehnen und das Denken aufgeben darf. Körperliche Sensationen genießen kann.
So etwas wie Macht und Schmerz aber, das gehört da nicht hin.
Schließlich will man sich entspannen – nicht auch noch abends arbeiten.

Ein Ausgleich zu den Anstrengungen des Berufs muss her. Joggen, mit den Kumpels in der Kneipe ein Bier trinken, fernsehen (soweit intellektuelle Oberschichtler das nicht aus Standesgründen heimlich tun müssen wie den McDonalds-Besuch).

Ein Buch lesen, Musik hören?
Zu anstrengend.
Unmöglich, nachdem man ja völlig ausgepowert ist.

Eine Geisha, ja, das wäre auch nicht schlecht. Eine Masseuse.
Bloß dumm, dass man die beide bezahlen muss.
Aber es gibt ja eine Ausweichmöglichkeit. Dominante Frauen. Die haben ja schließlich auch noch selbst ihren Spaß daran, die Zügel in die Hand zu nehmen.

Wie gnädig, dass man es ihnen gestattet.
Und darüber hinaus: Wie außerordentlich sozial und altruistisch.
Woanders als in den paar Stunden im Privatleben ist den Frauen diese Möglichkeiten ja auch verschlossen. Und dann gleich diese Ehre, den Oberen dazu verhelfen zu dürfen, sich zu erholen (oder zu ergießen). Auf diese Weise in einen Abglanz ihres Erfolgs zu geraten.

Traumhaft.
Himmlisch.

Himmel, ja, das ist ein gutes Stichwort.
Ich schlage vor, diese Männer bleiben da, wo sie auf der Leiter ja ohnehin schon fast angekommen sind.
Oder sie bezahlen eine Geisha.

Aber dem steht dann wiederum ihr Geschäftsgeist im Wege. Wieso für etwas bezahlen, was man auch kostenlos kriegen kann?
So kleine unterirdische Abwasserkanäle gibt es eben doch zwischen den Schubladen.
Nicht groß genug für Ratten.

Nun, das braucht es auch nicht.
Eine Ratte ist der Eigentümer der Schubladen schließlich selbst.
Eine große, erfolgreiche, gestresste Ratte.



Etwas neues von mir, bei der Hitze kann man nur geil werden!

Heute Hitzefrei?


Erst meckert alles darüber, dass es zu kalt und zu nass ist.
Und kaum taucht die Sonne auf, schon stöhnt alles über die Hitze.

Dabei bietet die doch gerade für SM’ler so viele schöne Möglichkeiten des erotischen Genusses.

Das Spiel mit Eis und Heiß geht nun auch ganz ohne Wachs; nur mit Eiswürfeln und einer Decke, um sich darauf in die Sonne zu legen.
Was allein schon eine Strafe ist.
Wobei, Achtung, ein guter Dom w/m cremt seinen devoten Partner mit Sonnenschutz ein und sorgt zumindest für eine Ledermaske zwecks Schutz des empfindlichen Kopfes vor zu vielen Sonnenstrahlen.
Und da ein Sklave seine Aufgaben mit Hitzschlag nicht besonders gut erfüllen kann, ist es auch ganz sinnvoll, ihn – ob mit oder ohne Fesseln – in den Schatten zu legen, bevor er entweder knallerot oder käsebleich ist oder einem Anfall nahe.

Das Zurückhalten von Getränken kann zu einem ganz besonderen Spaß werden; vorausgesetzt, man achtet streng auf eine dennoch ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Aber welche Befriedigung, wie er bittet und bettelt, und was er alles ganz widerspruchslos tut, um sein kühles Weizenbier zu bekommen!

Das Tragen von Gummi und Latex verliert in der Hitze viel von seiner Erotik. Aber schließlich ist das Zeug ja auch nicht zum Vergnügen des Trägers da, oder?
Schwitzen ist gesund.
Und auf irgendeine Weise müssen die überflüssigen Pfunde ja herunterpurzeln, damit man sich mit seinem Partner im Schwimmbad sehen lassen kann.
Je schöner er/sie ist, desto heißer nicht nur die Sonne, sondern auch die Blicke anderer.
Und was wäre SM ohne ein bisschen Eifersucht?

Allerdings wehe, aus dem passiven Bewundertwerden wird aktives Flirten!
Daraus folgt dann gleich zehn Mal Rutschen auf der großen Wasserrutsche, wenn es eine sie ist, die das gar nicht mag.
Er darf stattdessen vom 10 Meter-Brett springen.
Hoffentlich mit guter Figur und kerzengerade; sonst bestraft ihn die Wasseroberfläche, bevor wir das können.

Klammern und Klemmen sind weit schwerer zu befestigen und weit weniger fest zu verankern, wenn die entsprechende Hautpartei nassgeschwitzt ist.
Abhilfe schafft da in jeder Hinsicht ein wenig Einpudern.
Am besten mit Mehl.
Auftragen mit einem großen Schminkpinsel besitzt dabei übrigens einen ganz besonderen Reiz.

Und was tut man gemeinhin mit mehligem Teig?
Richtig, man spankt ihn ein wenig, bis er in Form ist.
Die Unterlage säubern darf nachher natürlich der- oder diejenige, der/die den ganzen Staub verursacht hat.

In schweren Fällen kann man auch auf Juckpulver statt Mehl ausweichen.

Jeder weiß, dass ätherische Öle beim Verdampfen Kühlung verbreiten.
Das kann man besonders an bestimmten Stellen wunderschön ausnutzen und erspart sich dabei noch das Raumspray.

Sport ist im Sommer, wenn so viele Klamotten fallen und soviel Haut sichtbar wird, gleichzeitig erheblich wichtiger und infolge der Temperaturen erheblich anstrengender als zu jeder anderen Jahreszeit.
Schicken Sie ihren Partner also in Zukunft zu Fuß zum Brötchenholen. Möglichst gleich zum über-, über-, übernächsten Bäcker, weil dessen Backwaren einfach besser sind.
Abends gibt es noch eine Runde auf dem Fahrrad (wer will, kann auch Tennis spielen oder Golf), und am Wochenende mehrere Runden Schwimmen.
Je nachdem kann das entweder als Strafe aufgebaut werden, oder es ist die Voraussetzung für eine bestimmte Belohnung.

Und wenn der oder die Sub sich noch einmal so sehr über die Hitze beschwert, darf er/sie am nächsten Morgen einfach so ins Büro abdüsen, wie es sich anständigerweise ohnehin gehört: Im Kettenslip.
Zumindest untendrunter.
Bei luftiger Sommerkleidung eine echte Herausforderung …



Schmerz

Magische Sinnliche Macht SM


Die meisten Menschen scheuen den Schmerz.

Das ist einer der Gründe, warum wir auf soviel Unverständnis stoßen.
Den Schmerz regelrecht zu suchen, damit zu spielen ist etwas, das für viele bereits nicht nachvollziehbar ist.
Daraus in irgendeiner Form Lust zu ziehen, ist es noch weniger.

Natürlich ist es ein nützlicher, sinnvoller, notwendiger Instinkt, Schmerzen zu vermeiden.
Es ist der übliche Lernprozess eines Menschen zu erkennen, wo ihm etwas unangenehm ist – und genau dies zu vermeiden.
Wir sind vorsichtig mit Messern und Kerzen, weil wir wissen, dass wir uns daran verletzen können, und dass dies wehtun wird.

Auch ohne diesen Instinkt in Frage zu stellen sollte allerdings die Möglichkeit eines Weges darüber hinaus zumindest rational so unglaublich gar nicht sein.
Fast überall, wo man Wert auf das Denken, auf Erkenntnis, auf Kontemplation legt, gab es zumindest auch Versuche, das eigene Bewusstsein durch den Einsatz von Schmerz oder anderen ungewöhnlichen Zuständen voranzutreiben, hin zu neuen, bislang unbekannten Ufern.
Dafür müssen wir nicht einmal an die Mönche mit ihren Geißelungen denken.

Wobei es auch gar nicht einmal so hochgestochen hergehen muss.
Selbst ohne großen weltanschaulichen Unterbau streben einige diesen ganz besonderen Zustand in und jenseits von Angst und Schmerz an.
Denken wir einmal an das ganz besonderen Kribbeln der Angst vor einem Sprung vom 10-Meter-Brett oder gar aus dem Flugzeug mit Fallschirm.
Die meisten der Menschen, die solche Sportarten lieben, haben nicht etwa keine Angst, sondern sie genießen entweder die Angst selbst – oder aber die Überwindung derselben.
Und die ist nur dann möglich, wenn man der Angst ins Auge sieht, sich ihr stellt, hindurchgeht – und ankommt auf einer anderen Seite.

Rein physisch betrachtet hat dies etwas zu tun mit den Endorphinen, die man auch Glückshormone nennt.
So verkehrt ist der Ausdruck gar nicht.

Es sind Hormone, die der Körper in Extremsituationen produziert – zu denen Angst und Schmerzen gehören oder extreme körperliche Anstrengungen von einer gewissen Dauer, wie jeder Sportler zu berichten weiß -, und die die Schmerzempfindung zumindest kurzzeitig ausschalten bzw. herabsetzen, andere Sinneswahrnehmungen verstärken und in eine wohlige Stimmung versetzen.
Sie wirken praktisch wie Drogen.

Endorphine werden auch dann ausgeschüttet, wenn man, sexuell mehr oder weniger erregt, auf jeden Fall aufgeregt in einer Situation als passiver Partner, womöglich gefesselt, ausgepeitscht, auch den eigenen Ängsten begegnet: Sich nicht bewegen können, hilflos zu sein, Schmerzen zu erleiden, über die man keine Macht hat, die man selbst nicht einmal durch kalte Umschläge lindern kann.

Es ändert sich dadurch der Bewusstseinszustand.
Alles andere außerhalb des Schmerzes wird weit stärker, farbenfroher, intensiver, bewegender aufgenommen.
Die Umwelt (es sei denn, man trägt eine Augenbinde – wodurch sich allerdings die anderen Sinneswahrnehmungen wie fühlen, riechen, hören nochmals intensivieren), die eigene Verliebtheit, die Fürsorge des Partners, sein Streicheln, Kälte, Hitze.
Alles konzentriert sich auf dieses Erleben, ganz unmittelbar.
Ohne dass noch, wie sonst, viel Platz für Nebengedanken wäre wie beispielsweise an den Termin nachher, den Einkaufszettel oder die Steuererklärung.

Diese neuartige Bewusstseinsform mit ihrer positiven Strömung lässt uns Erfahrungen machen, die uns ohne eine solche Grenzüberschreitung vielleicht verschlossen bleiben.
Das allein macht schon das Ertragen von Schmerz selbst ohne die schmerzstillenden Effekte der Endorphine nicht zu der reinen Tortur, die man sich zunächst einmal darunter vorstellt.
Die Ritualität mancher Sessions, begleitet vielleicht von passender Musik, unterstützt diesen Vorgang noch.

Es existiert aber auch noch eine seelische Komponente; und zwar ganz unabhängig von den normalen Banden der Zuneigung und des Vertrauens in einer Beziehung – denn dadurch unterscheiden wir SM’ler uns ja gerade nicht von anderen Menschen.
Auch wenn es vielleicht wirklich ein ganz besonderes Geschenk ist, das wir einander mit der Macht und dem Schmerz machen und wenn wir miteinander an unsere Grenzen gehen und darüber hinweg.

Wenn ich mich dem Schmerz stelle, obwohl ich Angst vor ihm habe, dann ist das eine Leistung, auf die ich stolz sein kann.
Natürlich ist es nun nicht so, dass mir das Erlebnis als solches völlig widerstrebt; aber ab und zu ist da doch schon Angst.
Es erfordert Mut, nicht wegzulaufen, mich darauf einzulassen.

Mein Partner hilft mir dabei; ich muss den Weg nicht allein gehen.
Sonst würde ich vielleicht doch stehen bleiben.

Aber so bewirkt alles eine Entwicklung – die Entscheidung zu springen, der Weg ins Wasser – und das Gefühl nachher, es überstanden zu haben.
Eine Entwicklung, die sich lohnt.

 



Cybersex

C Y B E R S E X


Ein typisches Beispiel für einen Cybersex-Dialog folgt nun.

Hallo Rita-Sweetheart. Wie siehst du aus?

Ich trage eine rote Bluse, einen Minirock und hohe Absätze. Ich trainiere meinen Körper jeden Tag, bin blond, gebräunt und perfekt. Meine Maße sind 91-60-91. Wie siehst du aus ?

Ich bin 1,90 Meter groß und wiege etwa 114 Kilogramm. Ich trage eine Brille und habe ein paar blaue Unterhosen an, die ich gerade bei Woolworth gekauft habe. Außerdem trage ich ein T-Shirt auf dem ein paar Flecken von Barbecue-Soße vom Mittagessen sind … es riecht komisch.

Ich will dich. Willst du mich f… ?

OK.

Wir sind in meinem Schlafzimmer. Ruhige Musik spielt und Kerzen leuchten auf meiner Garderobiere und auf meiner Kommode. Ich schaue dir lächelnd in deine Augen. Meine Hand arbeitet sich hinunter zu deiner Gabelung und beginnt deine große, größer werdende Beule zu streicheln.

Ich schlucke, ich beginne zu schwitzen.

Ich ziehe dir dein T-Shirt aus und küsse deine Brust.

Nun knöpfe ich deine Bluse auf. Meine Hände zittern.

Ich stöhne zärtlich.

Ich nehme deine Bluse und lasse sie langsam hinuntergleiten.

Ich werfe meinen Kopf voller Vergnügen zurück. Die kalte Seide gleitet von meiner warmen Haut weg. Ich reibe an deiner Beule schneller, massiere sie und reibe daran.

Meine Hände beginnen plötzlich spastisch zu zucken und reißen unglückerweise ein Loch in deine Bluse. Es tut mir leid.

Das ist OK, sie war wirklich nicht so teuer.

Ich bezahle sie.

Mach dir darüber keine Sorgen. Ich trage einen spitzenartigen schwarzen BH. Meine weichen Brüste heben sich und sinken wieder, während ich schwerer und schwerer atme.

Ich fummle an dem Verschluß deines BH’s herum. Ich glaube, er klemmt. Hast du eine Schere ?

Ich nehme deine Hand und küsse sie sanft. Ich greife nach hinten und öffne den Verschluß. Der BH gleitet von meinem Körper. Die Luft streichelt meine Brüste. Meine Nippel sind für dich aufgerichtet.

Wie hast du das gemacht ? Ich nehme den BH und untersuche den Verschlußklipp ungläubig.

Ich wölbe meinen Rücken. Oh Baby. Ich möchte nur deine Zunge überall an mir spüren.

Ich lasse den BH fallen. Nun lecke ich deine, du weißt schon, Brüste. Sie sind toll!

Ich fahre mit meinen Fingern durch dein Haar. Jetzt knabbere ich an deinem Ohr.

Ich niese plötzlich. Deine Brüste sind voll mit Spucke und Schleim.

Was?

Es tut mir so leid. Ehrlich.

Ich wische den Schleim mit den Überresten meiner Bluse ab.

Ich nehme dir die nasse Bluse ab. Ich lasse sie zu Boden plumpsen.

OK. Ich ziehe dir deine Boxershorts runter und reibe an deinem harten Werkzeug.

Ich schreie wie eine Frau. Deine Hände sind kalt! Jiiiihhh!

Ich ziehe meinen Minirock aus. Zieh mir mein Unterhöschen aus!

Ich ziehe dir deinen Slip aus. Meine Zunge geht überall hin, rein und raus an dir knabbernd … ähm … warte ‘ne Minute.

Wo liegt das Problem ?

Ein Schamhaar ist in meinem Hals steckengeblieben. Ich ersticke!

Bist du OK?

Ich habe einen Hustenanfall. Ich werde knallrot.

Kann ich dir helfen?

Ich renne zu der Küche, vehement am Würgen. Ich taste den Schrank nach Tassen ab. Wo bewahrst du deine Tassen auf?

Im Schrank rechts neben dem Spülbecken.

Ich trinke eine Tasse Wasser. Ja, das ist besser.

Komm zu mir zurück, Geliebter.

Ich wasche gerade die Tasse ab.

Ich wende mich auf dem Bett für dich herum.

Ich trockne die Tasse ab. Jetzt stelle ich sie in den Schrank zurück. Und nun gehe ich zurück in das Schlafzimmer. Warte, es ist dunkel. Ich habe mich verlaufen. Wo ist das Schlafzimmer ?

Letzte Tür auf der linken Seite am Ende der Eingangshalle.

Ich habe es gefunden.

Ich zerre dir deine Hosen hinunter. Ich stöhne. Ich will dich so sehr.

Ich auch.

Deine Hosen sind aus. Ich küsse dich leidenschaftlich – unsere nackten Körper drücken sich aneinander.

Dein Gesicht drückt meine Brille in mein Gesicht. Es tut weh.

Warum nimmst du deine Brille nicht ab?

In Ordnung, aber ich kann ohne sie nicht so gut sehen. Ich lege sie auf den Nachtschrank.

Ich beuge mich übers Bett. Mach’s mir, Baby.

Ich muß pinkeln. Ich ertaste mir meinen Weg blind durch das Zimmer zu dem Badezimmer.

Eile zurück, Geliebter.

Ich habe das Badezimmer gefunden, aber es ist dunkel. Ich taste nach der Toilette. Ich hebe den Deckel.

Ich warte sehnlichst auf deine Rückkehr.

Ich bin soweit fertig. Ich suche nach der Toilettenspülung, aber ich kann sie nicht finden. Uh-oh!

Wo ist jetzt das Problem ?

Ich habe festgestellt, daß ich in deinen Wäschekorb gepinkelt habe. Entschuldige nochmals. Ich gehe zurück zu dem Schlafzimmer, ertaste blind meinen Weg.

Mmmh, ja. Beeil dich!

OK, nun stecke ich mein …du weißt schon …Ding…in dein… du weißt schon…weibliches Ding.

JA! Mach es mir, Baby! Mach es!

Ich berühre deinen glatten Hintern. Es fühlt sich so schön an. Ich küsse deinen Hals. Ähm, ich habe ein paar Probleme hier.

Ich bewege meinen Arsch stöhnend vor und zurück . Ich kann es nicht eine Sekunde länger ertragen! Dring in mich ein! F… mich jetzt!

Ich bin kraftlos.

Was?

Ich bin schlaff. Ich kann keine Erektion kriegen.

Ich stehe auf und drehe mich um; ein ungläubiger Blick auf meinem Gesicht.

Ich zucke mit einem traurigem Gesicht die Schultern, mein Wiener Würstchen ist absolut weich. Ich nehme mir meine Brille und schaue was nicht stimmt.

Nein, nicht wichtig. Ich ziehe mich an. Ich ziehe meine Unterwäsche wieder an. Jetzt ziehe ich meine nasse, widerwärtige Bluse an.

Nein, warte ! Ich blicke flüchtig, versuche den Nachttisch zu finden. Ich fühle die Gardrobiere entlang, stoße Haarspraydosen, Bilderrahmen und deine Kerzen um.

Ich knüpfe meine Bluse zu. Nun ziehe ich meine Schuhe an.

Ich habe meine Brille gefunden. Ich setze sie auf. Mein Gott ! Eine von unseren Kerzen ist auf den Boden gefallen. Die Gardine brennt! Ich zeige auf sie, ein geschockter Blick auf meinem Gesicht.

Fahr zur Hölle. Ich logge off, du Verlierer!

Jetzt brennt der Teppich! Oh neeeiiinn!



sm soft

Gay Sado Maso Fetisch


Knallhart die Schwänze gefoltert und mit Lust den Schmerz ertragen.



retro

Und eine neue Reise in die Vergangenheit


Wieder haben wir in der Kiste der alten Schätze gesucht und ein paar schöne Motive gefunden, gerade richtig für die Anhänger von Retro Sex.



BITTE IN DEN MUND...VI

Jetzt wird gelutscht


Und zwar Schwänze bis zum abwinken.